Weit über das Schicksal unserer Ahnen hinaus tragen wir mit an Kriegen, Verfolgungen, Revolutionen und Genoziden. Tun wir das, weil wir die Toten ehren wollen und glauben, ihnen treu sein zu müssen, oder tun wir das, weil es ein Gesetz des Kollektivs ist und wir diesem Gesetz anscheinend nicht entkommen?

Die Toten der Vergangenheit heilen nicht, indem wir ihren Schmerz weiter tragen, sondern indem wir uns ihre vielen und reichen Erfahrungen zu eigen machen. Zurückliegendes Leid und zurückliegende Erfahrungen sind gleichermaßen in uns gespeichert. Wir entscheiden, was wir mit uns nehmen.  Mit der Kostbarkeit von Erkenntnissen aus schweren Zeiten im Herzen können wir in die Zukunft gehen, um sie neu und anders zu gestalten, statt die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen So bleiben die Toten lebendig, unsere Dankbarkeit gehört ihnen, ihre Erfahrungsschätze geleiten uns, und die Liebe der Schöpfung trägt den Prozess.

In diesem Seminar werde ich versuchen, den Teilnehmern das Gefühl zu vermitteln, wie es sich anfühlen könnte, vergangenes kollektives Leid hinter sich zu lassen, um mit den Erkenntnissen schwerer Zeiten reich beschenkt in die Zukunft zu gehen.

Diese veränderte Haltung dem Leben gegenüber ist ein existenzieller  Entschluss. Wagen wir ihn?

Wir beginnen den Tag mit Feldenkraisübungen, um uns für die Aufstellungsarbeit zu öffnen.

Dabei begleitet uns, Joy  Prutscher, Feldenkraislehrerin – Tänzerin – Sozialarbeit

Ins Menschsein eingebettet - tragen wir mit am Leid vergangener Zeiten. Müssen wir das?

* Pflichtfelder

Termin:
19. bis 21. März 2021

Beginn und Ende:
Freitag, 14 Uhr mit open end
Samstag, 10 bis ca. 19.30 Uhr
Sonntag, 10 bis ca. 14 Uhr

Kosten:
Für Teilnehmer: € 350.-
Für Hospitanten: € 250.-

Ort:
1190 Wien, Pyrkergasse 17
Bitte bei „Praxisgemeinschaft“ läuten, im Hausflur rechte Türe.

Bei Absage ab einer Woche vor dem Seminar sind Sie gebeten, den ganzen Kursbeitrag zu zahlen oder einen Ersatzteilnehmer zu finden.